Der Yuan hat seit März 2018 etwa zehn Prozent an Wert verloren © APA - Austria Presse Agentur

Die chinesische Notenbank hält trotz schwerer Manipulationsvorwürfe aus den USA den Yuan für angemessen bewertet. Das aktuelle Niveau der Währung spiegle die konjunkturelle Lage sowie Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt wider, sagte die Chefin der Auslandsabteilung bei der Zentralbank in Peking, Zhu Jun am Dienstag. Die Volksrepublik sei auf alle Folgen des US-Drucks vorbereitet, so Zhu.

Die Vereinigten Staaten hatten China zuletzt erstmals seit 25 Jahren wieder als Währungsmanipulator eingestuft und damit den Handelsstreit zwischen den beiden weltweit führenden Wirtschaftsnationen verschärft, die sich bereits gegenseitig mit Strafzöllen überziehen. Die Entscheidung kann zu Strafmaßnahmen führen, etwa dem Ausschluss von staatlichen Aufträgen in den USA.

Zhu ergänzte, China sei schockiert von der US-Maßnahme. Mittel- und langfristig werde der Yuan eine starke Währung sein. US-Präsident Donald Trump wirft China vor, sich mit einer bewussten Yuan-Abwertung Vorteile im Handel zu verschaffen, weil dadurch Produkte aus der Volksrepublik günstiger werden. Der Yuan hat seit März 2018 etwa zehn Prozent an Wert verloren. Entsprechend verteuerte sich der Dollar und kostete Anfang August erstmals mehr als sieben Yuan.