Verbund profitierte u. a. von gestiegenen Absatzpreisen © APA - Austria Presse Agentur

Der börsennotierte Stromkonzern Verbund hat in den ersten drei Quartalen von einer höheren Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraft sowie gestiegenen Absatzpreisen profitiert. Gewinn und Umsatz sind deutlich gestiegen. Die Wasserführung der Flüsse lag über dem langjährigen Durchschnitt und über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 39,5 Prozent auf 946,1 Mio. Euro. Das berichtete Konzernergebnis erhöhte sich um 59,5 Prozent auf 450,9 Mio. Euro. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis legte um 63,3 Prozent auf 453,3 Mio. Euro zu. Der Umsatz wuchs um 28 Prozent auf 2,66 Mrd. Euro, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Der Ausblick wurde leicht angepasst, die Bandbreiten eingeengt. Der Verbund erwartet für 2019 nun auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung und eines durchschnittlichen Windangebots im vierten Quartal ein EBITDA zwischen rund 1,19 und 1,24 Mrd. Euro und ein Konzernergebnis zwischen rund 540 und 580 Mio. Euro. Nach den Halbjahresergebnissen Anfang August hatte der Verbund beim EBITDA eine Bandbreite von 1,18 bis 1,25 Mrd. Euro erwartet, beim Konzernergebnis von 530 bis 580 Mio. Euro. Unverändert ist eine Ausschüttungsquote zwischen 40 und 45 Prozent bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis geplant.

Im energiewirtschaftliche Umfeld - gekennzeichnet von steigenden Stromgroßhandelspreisen, erhöhter Volatilität in den Netzen sowie dem Trend zu erneuerbaren Energien - habe der Verbund in den ersten drei Quartalen aufgrund seiner strategischen Positionierung profitiert, heißt es in der heutigen Mitteilung. Die starke strategische Basis in Verbindung mit der positiven Geschäftsentwicklung erhöhten die Flexibilität um Wachstumschancen im Markt zu nutzen und stärke die Widerstandsfähigkeit gegen Wirtschaftsabschwünge.

Neben höheren durchschnittlichen Absatzpreisen habe in den ersten neun Monaten auch eine höhere Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraft und in den thermischen Kraftwerken zu den Ergebnissen beigetragen. Die Wasserführung der Flüsse lag mit einem Erzeugungskoeffizienten von 1,02 um 2 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt und um 6 Prozentpunkte über dem Niveau der ersten drei Quartale 2018. Die Erzeugung der Speicherkraftwerke stieg um 0,8 Prozent. Insgesamt legte die Stromproduktion aus Wasserkraft um 1.372 Gigawattstunden (GWh) zu.

Positiv auf den Gewinn ausgewirkt haben sich laut Verbund zudem ein höherer Ergebnisbeitrag aus dem Segment Netz wegen temporärer Mehrerlöse sowie die Erfolge aus den Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen der letzten Jahre. Die Erlöse aus Flexibilitätsprodukten gingen dagegen zurück. Der Operative Cashflow stieg um 64,9 Prozent auf 893,8 Mio. Euro. Der Nettoverschuldungsgrad verringerte sich auf 36,0 Prozent, nach 46,3 Prozent.