Looney will den Fokus auf alternative Energieformen lenken © APA - Austria Presse Agentur

Als erster Branchengigant hat der Ölkonzern BP das Zeitalter der unablässig steigenden Ölnachfrage für beendet erklärt. Der Verbrauch werde vielleicht nie wieder auf das Niveau zurückkehren, das er vor dem Ausbruch der Coronakrise erreicht hatte, hieß es im "Energie Ausblick 2020" von BP, der in der Nacht zu Montag veröffentlicht wurde.

Mit dieser Einschätzung steht der Konzern Beobachtern zufolge bisher noch weitgehend alleine da. Selbst die optimistischste Schätzung für die nächsten zwei Jahrzehnte sieht die Nachfrageentwicklung laut Unternehmensangaben "weitgehend stagnierend", da die Welt sich im Zuge der Energiewende immer mehr von fossilen Brennstoffen verabschiede.

BP-Vorstandschef Bernard Looney hatte bereits im August angekündigt, fünf Milliarden US-Dollar jährlich in den Aufbau des Geschäfts mit erneuerbaren Energien zu investieren und die Öl- und Gasproduktion in den nächsten zehn Jahren um 40 Prozent zu senken. Die neue Unternehmensstrategie sieht zudem vor, den Netto-Kohlendioxid-Ausstoß des Konzerns bis spätestens 2050 auf null zu senken.